Speisekarte

Zwischen Top-Ten-Ergebnissen und verpassten Cuts blickt Hannah Karg auf eine emotionale Rookie-Saison auf der LET Access Series zurück. Die Hamburgerin spricht über Druck, Lernprozesse und darüber, warum 2026 ganz im Zeichen von Gelassenheit und einem Sieg stehen soll.

Sie hat konstant gespielt, viel gelernt – und trotzdem blieb das Gefühl, dass noch mehr möglich gewesen wäre. Hannah Karg hat in ihrer ersten Profisaison eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie auf der Tour mithalten kann. Für die 25-Jährige aus Hamburg war das Jahr jedoch weit mehr als eine Ansammlung guter Ergebnisse.

Mit drei Top-Ten-Platzierungen, einer 68er-Runde als niedrigstem Score und Rang 20 in der Jahreswertung setzte sie sportlich ein Ausrufezeichen. „Dieses Jahr hatte die höchsten Hochs und die tiefsten Tiefs“, sagte sie rückblickend gegenüber der offiziellen Website der LET Access Series. Nach einem starken Amateurjahr war sie mit großen Erwartungen gestartet. „Die Tour war noch kompetitiver, als ich gedacht habe. 16 verschiedene Siegerinnen – das zeigt, wie eng es zugeht. Punkte-technisch war ich nicht weit weg, aber vielleicht hat der Sieg gefehlt.“ Gerade verpasste Cuts seien schwer zu verdauen gewesen. „Das war nicht einfach, aber eine wichtige Lektion.“
Volles Programm als Rookie

Karg absolvierte in ihrer Debütsaison alle 19 Turniere im Kalender – ein ambitioniertes Pensum. Für die Spielerin des National Team Germany war das jedoch ein bewusster Schritt.

„Ich spiele gerne viele Turniere, weil ich mich in diesem Umfeld wohlfühle und davon profitiere“, erklärt die Spielerin des Hamburger Golf-Clubs, in dem sie auch trainiert. „Körperlich war das kein Problem. Wie viele Events man spielt, ist eine sehr persönliche Entscheidung. Dieses Jahr lasse ich vielleicht eines aus, aber ich plane wieder, fast alles mitzunehmen.“